EV Bericht von der Verwaltungsratssitzung am 28.Januar

EV Bericht von der Verwaltungsratssitzung am 28.Januar

Frau Christmann eröffnete die Sitzung und begrüßte alle an der ESK.

Herr Hoyem kündigte an, dass Karlsruhe in diesem Jahr die UNICEF Stadt in Deutschland ist und dass es das Ziel der Stadt ist 300.000 Euro für verschiedene UNICEF Projekte zu sammeln. Wie die Eltern bereits wissen, hat die ESK eine Partnerschule in Burundi, an der 7 Lehrer von der ESK gesponsert werden. 38.000 Euros wurden bereits für dafür gespendet. Herr Hoyem ist über das soziale Bewusstsein der ESK-Schüler sehr glücklich und unterstützte die neuesten Spendensammelaktionen für Haiti. Herr Hoyem stellte die von einem Mphil-Studenten der Universität Oxford aufgestellten Thesen vor, die nahe legen, dass sich im Europäischen Schulsystem sehr viel mehr Kinder als Europäer fühlen als an nationalen Schulen. Das ist sehr erfreulich, da dies eines der Ziele für die ES bei ihrer Gründung in den 50ziger Jahren des 20.Jahrhunderts war. Herr Hoyem begrüßte auch die kontinuierliche Unterstützung durch das ITU, EIFER und andere. Erfreut gab er bekannt, dass der Bau der neuen KITA begonnen hat und diese im Herbst 2010 öffnen wird. Dieses Projekt wird von der Stadt Karlsruhe finanziert und Herr Hoyem ist über die enge Zusammenarbeit an diesem Projekt sehr erfreut. Er hofft, dass die Kinder, die in die KITA aufgenommen werden ihren Bildungsweg zukünftig an der ESK fortsetzen. Herr Hoyem erinnerte alle an die Unterstützung durch die Stadt Karlsruhe und daran, wie froh die Schule darüber ist, da diese allen Schüler der ESK nützt.

Oberschule
Herr Da Torre berichtet davon, dass die Abiturprüfungen in Arbeit sind. Es gab Sorge über fehlende Oberschullehrer aus Italien für das nächste Jahr, aber es wurde eine Lösung gefunden, um die italienischen Schüler in ihrem Abiturjahr vorzubereiten. Herr DaTorre erzählte auch von Projekten, in die die Schüler zur Erhöhung ihrer sozialen Verantwortung einbezogen sind, insbesondere die erfolgreiche Spendensammlung für Obdachlose vor Weihnachten.

Grundschule
Frau Pavlicikova berichtete, dass in der Grundschule einige gute pädagogische Projekte durchgeführt wurden sind. Dazu gehörten der Chor, Tanz und andere Aufführungen. Sie hob hervor, dass jetzt 10 europäische Muttersprachen in der Grundschule unterrichtet werden und alle diese Schüler vor allem in den Eingangsjahren eine intensive Unterstützung benötigen. Zwei Stellen für abgeordnete Lehrer wurden von Großbritannien nicht besetzt. Das wird momentan mit lokal angeworbenen Lehrern überbrückt, reißt aber natürlich ein großes Loch in das Budget.

Verwaltung
Herr Dannenmaier berichtete, dass das Sicherheitspersonal ein spezielles Training für den Umgang mit Feuer oder Amokläufern hatte. Es wird erwartet, dass im Februar das erste Treffen des Kantinenkomitees in neuer Zusammensetzung statt findet.

Board of Governors
Frau Christmann berichtete, dass dies ein Übergangsjahr für das neu gegründete School Advisory Council (SAC) ist. Instrumente für die Unterstützung der Schulen im Reformprozess werden entwickelt, insbesondere für die Entwicklung der Autonomie und die Aufstellung eines Schulentwicklungsplans. Diese Instrumente werden eine effektive Evaluation erlauben und eine Möglichkeit bieten, die Schule zu vergleichen, um Probleme im Europäischen Schulsystem zu identifizieren. Die Öffnung des Europäischen Schulsystems ist sehr wichtig und es sind bereits 5-6 Schulen des Typs III geplant. Die erste wird in der Nähe von Frankfurt sein. Die Öffnung des Europäischen Schulsystems bietet die Möglichkeit der europäischen Erziehung für alle. Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass mit der Vergrößerung der EU die Anzahl der Schüler ohne eigene Sprachsektion (SWALS) ebenfalls zugenommen hat und dem muttersprachlichen Unterricht Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.
Frau Christmann gratulierte Herrn Da Torre zu seiner Berufung als Direktor in Varese.

Schülersprecher
Frederic Freitag berichtete, dass die Schüler glücklich mit der neuen Kantine sind. Aber er regte auch an, dass Sandwichs und andere Snacks für die Schüler angeboten werden sollten, die keine Zeit haben in die Kantine zu gehen. Er bedauerte, dass die ICT Räume so oft geschlossen sind, da es keine Alternative für die Schüler gibt, die am Computer arbeiten müssen. Außerdem sagte er, dass sich die Schüler mehr Möglichkeiten für gemeinschaftliche Veranstaltungen an der Schule wünschen.

Vertreter der Lehrer
Frau Stricker berichtete, dass die Lehrer mit Ausnahme der Bitte, dass die Raucher außerhalb der Schule in der angegebenen Raucherecke bleiben sollen, keine Anmerkungen haben.

Elternvereinigung
Frau van Velzen berichtete, dass sich das Gemeinschaftsgefühl an der Schule verstärkt hat und dies auch eine Folge der im letzten Jahr von der EV geleisteten Arbeit ist. Veranstaltungen wie das Sommerfest, die Welcome-back-Party und die Etoile Education Fahrradtour, das erfolgreiche EuroSport und Wettbewerbe zwischen den Schulen haben beim Aufbau des Gemeinschaftsgeistes geholfen. Sie hofft sehr, dass sich dies fortsetzt. Sie freute sich, dass sie Dank der Kuchenspenden der Eltern am Tag der Offenen Tür im letzten Jahr ankündigen kann, dass die EV die Projekttage an der Schule in diesem Jahr mit 2000 Euro unterstützen wird. Die Lehrer sind eingeladen, Unterstützung für ihre Projekte zu beantragen. Ein entsprechendes Formular kann von der EV Webseite herunter geladen werden. Der EV Ausschuss plant außerdem einen speziellen Elternabend für die Elternvertreter und Eltern, um Schulthemen zu diskutieren und Rückmeldungen zu bekommen, die für Versammlungen wie die SAC Meetings oder die Neujahrs Party für Elternvertreter, Lehrer und Angestellte nützlich sind. Frau van Velzen drückte außerdem Bedenken über die Schulregeln bezüglich des Wiederholens von Schuljahren, die Schwierigkeiten, die SWALs Koordinatoren durch die fehlende Zeit erleben, die Kategorie II Gebühren und Verträge aus. Sie erwartet, dass diese Themen auch bei Interparents diskutiert werden, da sie alle 14 Europäischen Schulen betreffen.

Herr Hoyem sagte, dass die Frage der Wiederholung von Schuljahren sehr schwierig ist, da es starke kulturelle Unterschiede bei diesem Thema gibt. Er ist jedoch sicher, dass in dem heutigen angespannten ökonomischen Klima, die Kosten für die Wiederholung sehr hoch sind und Alternativen wie Learning Support als preiswertere, effektivere Lösungen angesehen werden können. Frau Bjerregaard hob hervor, dass die Wiederholung von Schuljahren oft zu einem Motivationsverlust und zu einer Verringerung des Selbstbewusstseins des betroffenen Schülers führen. Frau Christmann sagte, dass es keine einheitliche Meinung zum Nutzen der Wiederholung eines Schuljahres gibt, aber sie hofft, dass die speziell zu diesem Thema gegründete neue Arbeitsgruppe gemeinsame Empfehlungen aufstellt.

ITU
Frau Ribeiro sagte, dass es eine gute Kommunikation mit der Schule gibt und die bisherigen Besuche durch Oberschullehrer sehr erfolgreich waren. Weitere Besichtigungen sind geplant. Die Schule ist sehr wichtig für das ITU, zum einen wegen der Anforderungen an die Mobilität und zum anderen, weil neue Angestellte jüngere Kinder haben, die Plätze im Kindergarten oder in der Kinderkrippe benötigen. Frau Ribeiro drückte auch die Sorgen des ITU’s bezüglich der Französischen Sektion aus und Herr Hoyem versicherte allen, dass die Französische Sektion ein fester Bestandteil der Schule ist und die Verwaltung sich auf die Erhöhung der Schülerzahlen konzentriert um die Sektion für die nächsten Jahre abzusichern.

Etoile Education
Frau Bjerregaard, Stellvertretende Vorsitzende von Etoile Education berichtete, dass Etoile Education im Rahmen von SAC ein Treffen für Kategorie II Familien organisiert, um Rückmeldungen und Kommentare zu den Verträgen und Gebühren zu erhalten. Sie haben ebenfalls Sorgen bezüglich der Französischen Sektion, da sie an der ESK nicht die gleichen pädagogischen Auffassungen finden möchten wegen derer sie das französische Bildungssystem verlassen haben. Es darf nicht vergessen werden, dass die Familien aus Strasbourg einen großen Einsatz zeigen, da der Schulweg sehr weit ist. Herr Hoyem hob hervor, dass es viele Schüler an der ESK gibt, die aus so großer Entfernung nach Karlsruhe kommen, sowohl aus Heidelberg und Stuttgart als auch aus Strasbourg. Er betonte auch die Tatsache, dass die ESK einmalig unter den 14 ES ist, da sie annähernd 30% Kategorie II Schüler hat und dies Konsequenzen für die Schule hat. Etoile Education merkte an, dass es mit der Schule in Strasbourg mehr Bewusstsein für die Europäischen Schulen gibt. Aber, da die Strasbourger Schule momentan keine muttersprachlichen und SEN Programme anbietet, viele Familien weiter nach Karlsruhe kommen werden. Frau Christmann wiederholte, dass muttersprachlicher Unterricht, auch wenn er sehr teuer ist, der Kernpunkt der Philosophiere der Europäischen Schulen bleibt
Das Budget für das nächst e Schuljahr wurde diskutiert und es war klar, dass die Schule Prioritäten setzen muss, um in dem von Brüssel gesetzten finanziellen Rahmen zu bleiben. Der Verwaltungsrat beschloss die Bitte um eine zusätzliche Stelle in der Verwaltung ab Januar 2011 zu unterstützen.

Frau Christmann bedankte sich bei allen für ihre Berichte und Kommentare und beendete den öffentlichen Teil des Verwaltungsrates.

 

Anwesende:

(Members)
Mrs Renée CHRISTMANN, Secretary General of the European Schools and Chairman of the
Administration Board of the European School Karlsruhe
Mr Etienne PAQUAY, Representative of the European Commission
Mr Tom HØYEM, Director of the European School Karlsruhe
Mrs Doris STRICKER, Deputy CdP representative for the Secondary at ESK
Mrs Ghislaine SPENLE, CdP representative for Kindergarten and Primary at ESK
Mrs Cindy VAN VELZEN, President of the Parents’ Association
Mrs Sarah WINTHROP, Member of the Parents’ Association
Mr Ahmed SAÏDI, PAS Representative at ESK

Further Participants (in alphabetical order):

Dr Frédéric BARON, Representative of EIfER
Mrs Merete BJERREGAARD, Representative of Etoile Education
Mrs Chantal BRÄUNSDORF, Representative for the CdC
Mrs Brigitte BRAUNSCHWEIG, Secretary of the meeting
Mr Michael DANNENMAIER, Bursar at ESK
Mr Mario DA TORRE, Deputy Head of the Secondary at ESK
Mr Joachim FRISCH, Deputy Director of the Department for Schools and Sports of the    city of Karlsruhe
Mr Frédéric FREITAG, Pupil Representative
Mr Torsten GÖHLER, Auswärtiges Amt, Berlin
Mrs Ana GOREY, Representative of Etoile Education
Mr Albert KUHN, Chief Assistant to the Secretary General of the European Schools
Mrs Dana PAVLIČÍKOVÁ, Director for Kindergarten and Primary
Dr Jacqueline RIBEIRO, Representative of ITU, Research Centre of the European
Commission
Mrs Nadine VERHOEVEN, Representative of the European Commission

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